Vergütung von wissenschaftlichen Hilfskräften

 

Achtung: Alle hier gemachten Angaben, insbesondere betreffend der Details der Vergütungen und der Sozialversicherungsbeiträge, sind ohne jegliche Gewähr!

Mehr Informationen finden Sie auf den Hiwi-Seiten der Personalabteilung. Insbesondere gibt es dort einen Gehaltsrechner für wissenschaftliche Hilfskräfte.

 

Stundenlohn

Hiwis werden je nach vorhandenem Abschluss bezahlt. Ab dem 01.04.2017 gelten die Stundensätze

  • Ohne Abschluss:  9,90 € / Stunde
  • Mit Bachelor:  11,52 € / Stunde
  • Master/Diplom:  15,64 € / Stunde

und ab dem 01.04.2018:

  • Ohne Abschluss:  10,14 € / Stunde
  • Mit Bachelor:  11,79 € / Stunde
  • Master/Diplom:  16,– € / Stunde

FH-Abschlüsse zählen dabei wie folgt:

  • Akkreditierter Masterabschluss mit dem Zusatz "Der Masterabschluss eröffnet den Zugang zum höheren Dienst": wie Master/Diplom.
  • Nicht akkreditierter Master oder akkreditiert ohne den obigen Zusatz: wie Bachelor.

Die Fachrichtung des Abschlusses ist egal. Beispielsweise erhalten Physikstudenten ohne BSc Physik, aber mit einem Master in BWL ein Gehalt von 15,64 €/Stunde (ab 1.4.17), unabhängig davon, ob die Hiwi-Stelle BWL-Kenntnisse erfordert oder nicht. Ebenso sind die Noten des Abschlusszeugnisses egal.

Wenn der Abschluss während eines laufenden Hiwivertrags abgelegt wird, wird der Vertrag ab dem auf das Datum des Abschlusszeugnisses folgenden Tag auf einen Vertrag "mit Abschluss" geändert (bzw. von Bachelor auf Master geändert). Da die Ausstellung der Zeugnisse manchmal lange dauern kann, kann die Änderung auch rückwirkend gemacht werden, d.h. es geht Ihnen kein Gehalt verloren, nur weil das Erstellen des Zeugnisses etwas länger dauert. Für die Änderung müssen zwei (z.B. im Institut) beglaubigte Kopien des Zeugnisses oder einer vorläufigen Bestätigung des Prüfungsamts vorhanden sein. Mit diesen Kopien kann dann bei mir ein entsprechender Änderungsantrag ausgefüllt werden.

 

Monatliche Vergütung

Trotz des oben angegebenen Stundenlohns werden Hiwis mit festen Vergütungen pro Monat bezahlt, d.h. pro geleisteter Wochenstunde gibt es einen festen Monatsbetrag. (Dies führt dazu, dass der Stundenlohn im Februar effektiv höher ist als z.B. im März, genau wie bei normalen Angestellten auch.)

Der Monatslohn pro geleisteter Wochenstunde beträgt ab dem 01.04.2017

  • Ohne Abschluss:  43,05 €
  • Mit Bachelor:  50,09 €
  • Master/Diplom:  68,– €

und ab dem 01.04.2018:

  • Ohne Abschluss:  44,09 €
  • Mit Bachelor:  51,26 €
  • Master/Diplom:  69,57 €


Bei nur teilweiser Beschäftigung in einem Monat wird das Gehalt anteilig berechnet.

Beispiel: Ein Vertrag ohne Abschluss über 10 Std./Woche vom 1.5.14 bis 14.5.14 ergibt
14/31 x 10 x 40,39 € = 182,41 €.

Bei durchgehender Beschäftigung ist die Wochenstundenzahl, die gerade noch unter der 450 €-Grenze liegt (ohne Berücksichtigung von evtl. Weihnachtsgeld):

  • Ohne Abschluss:  10 Std./Woche
  • Mit Bachelor:  8 Std./Woche
  • Master/Diplom:  6 Std./Woche

 

Weihnachtsgeld

Studenten, die am 1. Dezember eines Jahres als Hiwi beschäftigt sind, erhalten Weihnachtsgeld.Das Weihnachtsgeld wird mit dem Novembergehalt ausgezahlt, außer wenn das Arbeitsverhältnis am 1. Dezember beginnt, dann wird es dem Dezembergehalt zugeschlagen. Das Weihnachtsgeld berechnet sich wie folgt (Auskunft OFD, 15.08.2008):

Weihnachtsgeld  =  50 %  x  1/12 x  Nov.-(bzw. Dez.-)Gehalt  x  Zahl der Monate mit Hiwivertrag

Dabei wird jeder Monat des laufenden Jahres mitgezählt, in dem ein auch nur minimales Beschäftigungsverhältnis bestand (schon 1 Tag reicht).

Achtung: Durch das Weihnachtsgeld kann das Gehalt über die 450 €-Grenze steigen!

 

Beiträge zur Sozialversicherung und Arbeitgeberbeteiligung

In der Regel brauchen studentische Hilfskräfte (bei studentischer Krankenversicherung) nur in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dies sind knapp 9,5 % vom Bruttogehalt, dasselbe zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt.

Für kurzfristige oder geringfügige Arbeitsverträge (unter 450 € im Monat, meistens gegeben für typische Hiwiverträge) ist für die Hilfskraft Bruttogehalt = Nettogehalt. Dafür muss der Arbeitgeber eine Pauschale von zusätzlich gut 28 % an die Sozialversicherung abführen.

Oberhalb eines Bruttogehalts von 850 € im Monat gilt die Hilfskraft als voll sozialversicherungspflichtig, müssen also den Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung zahlen (knapp 9,5 %, s.o.). Hinzu kommen bei Hilfskräften, deren Gehalt über dem Limit ihrer jeweiligen Krankenversicherung liegt, der Arbeitnehmeranteil an Kranken- und Pflegeversicherung und ggf. ebenso die Arbeitslosenversicherung. Dies kann - wie bei anderen Arbeitnehmern auch - insgesamt etwa 21% betragen. Das gleiche zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt als Sozialversicherungsabgaben.

In der sogenannten Gleitzone zwischen 450 € und 850 € im Monat wird linear zwischen den beiden Szenarien interpoliert. Beispielsweise müsste ein Hiwi bei einem Verdienst von 650 € knapp 5 % (= ½ ∙ 9,5 %) in die Rentenversicherung einzahlen.

Für das Ausrechnen sowohl des Hiwi-Nettogehalts als auch der Arbeitgeberbelastung stellt die Personalabteilung einen Gehaltsrechner für wissenschaftliche Hilfskräfte zur Verfügung.